FAQ Comics

Panini Comics FAQ/Glossar - Was ist was?

Eine kurze Einführung in Comic-Hefte, Paperbacks, Variants, Crossovers, One-Shots und Comic-Universen

Heft: Was meint ihr damit?
Ein Heft ist die klassische Erscheinungsform von Comics. Unsere Comic-Serien die in Heftform erscheinen bestehen meist aus zwei US-Heften, die wir in einem deutschen Heft vereinen und umfassen in der Regel zwischen 50 und 90 Seiten.

Paperback:
Ein Paperback ist ein Sammelband, in dem meist einzelne Heftausgaben gebündelt gedruckt und veröffentlicht werden. Unsere monatlichen Heftserien wie zum Beispiel Batman oder Spider-Man erscheinen in der Regel nach einigen Monaten jeweils auch als Paperback und umfassen dann mehrere Heftausgaben. Die Paperbacks erscheinen oftmals sowohl als Softcover als auch als Hardcover-Ausgabe (siehe Softcover vs. Hardcover)

Softcover vs. Hardcover:
Viele unserer Comics gibt es sowohl als Soft- als auch als Hardcover-Ausgabe. Ein Softcover ist ein klebegebundener Sammelband mit eher weichem Cover. Ein Hardcover ist ein Festeinband, der etwas robuster als ein Softcover ist. In etwa lässt sich das zum Beispiel mit Taschenbüchern (Softcover) oder gebundenen Ausgaben vergleichen. Der Inhalt unterscheidet sich allerdings in der Regel nicht.

Variant:
Ein Variant ist eine meist limitierte Ausgabe eines Comics, bei der sich das Motiv auf dem Cover vom Motiv auf dem Cover der regulären Ausgabe unterscheidet. Der Inhalt von Variant und regulärer Ausgabe unterscheidet sich nicht. Variants sind somit spezielle Ausgaben für Sammler, die in den meisten Fällen außerdem limitiert sind. Sowohl von Heften, als auch von Paperbacks kann es Variants geben – im zweiten Fall kann es zum Beispiel vorkommen, dass die reguläre Ausgabe einen Softcover-Umschlag besitzt, das limitierte Variant dann im Hardcover erscheint (siehe Softcover vs. Hardcover)

Die großen Superhelden-Universen: Marvel und DC Comics
Marvel Comics bzw. DC Comics sind die wohl größten Superhelden-Universen der Comic-Welt. Doch was bedeutet das? Die beiden Universen sind in sich abgeschlossene Handlungsräume, das bedeutet, dass die jeweiligen Helden, Schurken, Städte und Ereignisse auch nur jeweils dort existieren – sie sind also völlig losgelöst voneinander zu betrachten. Das bedeutet, dass Spider-Man (Marvel) in der regulären Kontinuität niemals auf den Joker (DC Comics) als Gegner treffen wird, und Batman (DC Comics) auch nie mit Tony Stark bzw. Iron Man (Marvel) wetteifern müssen wird, wer von den Beiden mehr Geld in seine Spielzeuge stecken kann. Abgesehen von diversen, sehr seltenen Crossovern (siehe Crossover) in der Comic-Historie laufen sich Marvel und DC-Helden bzw. –Schurken also niemals über den Weg. Welcher Held bzw. Schurke zu welchem der beiden großen Universen zählt, kannst du in unserem Charakterverzeichnis nachlesen: 

Crossover:
In der Comic-Welt bezeichnet ein Crossover eine Geschichte, die mehrere Helden oder Schurken vereint. Es gibt zwei Arten von Crossovern: Zum einen eine mehrteilige Story, die auf zwei oder mehrere US-Serien verteilt ist. Diese Geschichten veröffentlichen wir auf Deutsch meist gesammelt in einem Band oder einer Heftserie. Zum anderen können in einem Crossover auch Charaktere verschiedenster Themenwelten aufeinanderprallen. So trafen zum Beispiel bereits Batman auf die Teenage Mutant Ninja Turtles oder Spider-Man auf Superman.

Graphic Novel:
Graphic Novels sind Comics mit meist komplexen Themen und Geschichten, zum Beispiel Biographien oder literarische Werke. Sie sind in den meisten Fällen in sich abgeschlossen, was sie von vielen Comics unterscheidet, die oftmals in fortlaufenden Reihen erscheinen. Dennoch können auch Graphic Novels mehrere Bände umfassen, wie beispielsweise Sandman von Neil Gaiman.

Alben-Comics:
Alben-Comics erscheinen im Gegensatz zu regulären Comics in einem größeren Format und als hochwertiges Hardcover. Dies ist ein klassisches Comic-Format, was seinen Ursprung vor allem im franko-belgischen Raum hat. Auch wenn viele Geschichten von französischen oder belgischen Künstlern geschaffen wurden, finden sich in unserem Albenprogramm Perlen von Künstlern aus der ganzen Welt, die ihre Werke speziell für dieses Format entwickelt haben.

Manga:
Mangas sind Comics meist japanischen Ursprungs. Anders als westliche Comics ist der Großteil eines Mangas in schwarz-weiß gehalten. Außerdem wird ein Manga nicht von links nach rechts, sondern umgekehrt gelesen – aber keine Sorge, in unseren Mangas warnen wir euch rechtzeitig vor!

One-Shot:
Viele Comicserien zeichnen sich dadurch aus, dass eine Geschichte über mehrere Hefte oder Ausgaben erzählt wird. Ein Heft ist damit in sich nicht abgeschlossen, sondern basiert auf der Vorausgabe. Oftmals endet ein Heft mit einer spannenden Szene, einem sogenannten Cliffhanger, bis die Story im darauffolgenden Heft weitererzählt wird. One-Shots zeichnen sich dadurch aus, dass sie in sich abgeschlossene Geschichten beinhalten.

Elseworld-Story:
Elseworld-Storys sind alternative Geschichten, die oftmals lose auf bekannten Begebenheiten beruhen, aber entscheidende Details verändern, um eine sogenannte „Was wäre wenn“-Story erzählen zu können. In einer bekannten Elseworld-Geschichte landet Superman so zum Beispiel nicht in den USA, sondern in der ehemaligen Sowjetunion, oder Batmans Eltern wurden gar nicht ermordet, was die Geschichte des Dunklen Ritters natürlich grundlegend verändert.

Comic-Event:
Wenn man in der Comic-Welt von einem Comic-Event spricht, handelt es sich meist um eine große Storyline, die viele Helden und Schurken betrifft. Comic-Events haben oftmals entscheidende Auswirkungen auf wichtige Charaktere und das jeweilige Comic-Universum als Ganzes. Berühmte Comic-Events sind zum Beispiel „Civil War“ im Marvel Universum oder „Flashpoint“ bei DC Comics.

Die Kreativen: Was machen Autoren, Zeichner, Tuscher und Koloristen?
Ein Autor ist für die ganze Story des Comics verantwortlich und sagt den Zeichnern, welche Geschichte sie wie aufs Papier bringen sollen.
Ein Zeichner (engl. Penciller) kümmert sich um die Vorzeichnungen des Comics. Der sogenannte Tuscher (engl. Inker) nimmt diese Vorzeichnungen und versorgt sie dann – meist in schwarz – mit den entsprechenden Feinzeichnungen und Schattierungen.
Der Kolorist (Colorist) versorgt dann das Comic mit den Farben.
Oftmals kümmert sich ein und dieselbe Person um mehrere dieser Schritte, in der Regel sind diese aber voneinander getrennt.

Run:
Ein Run bezeichnet in der Regel eine bestimmte Anzahl von Heften oder Ausgaben einer Comic-Serie, die von einem oder mehreren Kreativen geschrieben bzw. gezeichnet werden. In der Regel befassen sich Comic-Autoren über mehrere Hefte mit einem Charakter und dessen Story, bevor ein weiteres Kreativ-Team übernimmt. Von Start bis Ende der Arbeiten des jeweiligen Kreativ-Teams an der entsprechenden Serie spricht man dann vom sogenannten „Run“.

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